Um die Qualität von Gestaltung zu beurteilen reicht es nicht mehr nur Meinungen über „Stimmigkeit“, formalästhetische Vorlieben oder die guten Absichten von Designern heranzuziehen. Gestaltung wird zunehmend und zu Recht nach der Frage bewertet, was es tatsächlich bewirkt. Es kann sich also lohnen in der Konzeption von den beabsichtigten Wirkungen auszugehen. „Design for Impact“ ist das Motto dieses Projektseminars und es greift damit einen schon länger schwelenden Diskurs im Design auf, um entsprechende Arbeitsweisen und -methoden zu erkunden.
Dieses Seminar rückt die Mechanismen in den Fokus, die Design zu einer strategisch wirksamen Praxis machen – anstatt sich allein auf ästhetische Aspekte zu beschränken. Mithilfe fundierter Erkenntnisse aus der Gestaltpsychologie, Verhaltensökonomie und Medientheorie erarbeiten wir ein Verständnis dafür, wie gestalterische Entscheidungen das Denken, Fühlen und Handeln unterstützen oder beeinflussen und so den Wert von Designlösungen erheblich steigern können.
Gestaltpsychologie, Kognitive Psychologie und Behavioral Economy, Persuasion und Verhaltenspsychologie, Design Thinking, Service Design, Value-Sensitive Design, emotionalisierendes Design und User Experience, Kommunikations- und Medientheorie, Grundlagen der Semiotik und Bezüge zur Kulturtheorie, Designforschung und -methodik, Kritische Theorie und Machtdiskurse
Die Teilnehmenden lernen, nicht nur auf erwartete, sondern gezielt gesteuerte Wirkungen hinzuarbeiten. Welche Gestaltung erweist sich als wirksam, welche scheitert – und warum? Eine kritische Auseinandersetzung mit Wahrnehmung, Psychologie, Aufmerksamkeitssteuerung, politischer Kommunikation und ethischen Fragestellungen bildet das Fundament für eine wirkungsorientierte Gestaltung, die über bloße Formgebung hinausgeht und nachhaltigen Nutzen erzielt.